Übersicht der Festivalfilme
HYGGE
In einer nahen Zukunft versinkt die Welt im Chaos. Nur an einem Ort ist noch alles in Ordnung: in der Reality-Show „Hygge“. Zusammen mit anderen Kandidat:innen führen Levi und ihre Partnerin Minu auf einer idyllischen Insel ein Leben als perfekte Kleinfamilie. Mit der Teilnahme will sich das Paar die Chance auf eine künstliche Befruchtung sichern. Während Minu im engen Korsett der Show gut funktioniert, kann sich Levi nur schwer anpassen. Als ihr eines Tages die Flucht gelingt, scheint es, als könne sie ihr Glück hinter dem Zaun finden. Doch die Produktion sieht alles.
TERESAS KÖRPER
Mit 67 wird Teresas Leben von den Schmerzen bestimmt, die sie in ihrem Körper trägt – unsichtbar, doch stets präsent. Auf der Suche nach Linderung legt sie sich auf den Boden, zu Hause oder unter einen Baum, bei ihrem „kleinen Himmel“, einem tröstenden Amulett. Doch als Muster aus der Vergangenheit wiederkehren, muss Teresa fliehen. Diesmal nicht vor einem Mann, sondern hinein in eine unerwartete Reise mit ihren Töchtern – von denen eine die Regisseurin dieses Films ist.
DIE NOCH UNBEKANNTEN TAGE
Als die Regisseurin schwanger wird, beginnt ihre Mutter zu vergessen. Bevor die Erinnerungen vollständig verblassen, versucht die Tochter, Licht in ein wichtiges Kapitel ihrer Familiengeschichte zu bringen: die gemeinsame Flucht von Polen nach Österreich im Jahr 1989. Begleitet von Archivmaterial, Briefen und inszenierten Szenen begibt sich die Familie noch einmal auf die Spuren von damals und rekonstruiert den schwierigen Weg zu einem neuen Zuhause. Ein Film über Migration und Identität – und den Prozess des Sich-Erinnerns.
EVERY TIME I LOOK AT YOU
Aaron, ein junger Afroamerikaner, ist für ein besseres Leben nach Deutschland gezogen. Hier trifft er Larissa, eine weiße deutsche Frau, mit der er eine hoffnungsvolle Beziehung beginnt. Als sie unerwartet schwanger wird, ist Aaron gezwungen, sich mit seiner Vergangenheit auseinanderzusetzen. Entschlossen, die Fehler seines eigenen Vaters nicht zu wiederholen, will er am Leben seines Kindes teilhaben. Aber Larissa beginnt, sich zurückzuziehen – und Aaron gerät an die Grenzen seiner Möglichkeiten.
DAS BÖSE IN DIR
Als der Unternehmer Feidt ermordet aufgefunden wird, führt die Spur das Saarbrücker Ermittlungsteam nach Hohenweiler, dem alten Heimatort von Hauptkommissarin Esther Baumann. Schnell wird klar: Der Mord an Feidt könnte mit dem ungeklärten Tod seiner Tochter Becky zusammenhängen, die vor fünf Jahren im Fluss ertrank. Die Ermittler:innen geraten immer tiefer in ein Netz aus Schuld, Rache und unterdrückten Wahrheiten. Und es stellt sich eine letzte Frage: Ist das Böse wirklich in einem Einzelnen zu finden?
MEIN NAME AKIM
Trans*Mann Akim ist nach Deutschland geflüchtet und lebt in einer Geflüchtetenunterkunft. Aus Angst vor seinen Zimmernachbarn hält er seine Trans-Identität geheim. Seine Tage bestehen aus Warten und dem Kampf gegen die bürokratischen und sozialen Hürden. Abgeschoben in die Wäscherei, lebt er in einer Welt der Sprachlosigkeit. Denn sein Wunsch, Deutsch zu lernen, wird ihm verwehrt, da Sprachkurse nur anerkannten Geflüchteten zustehen. Und so beginnt Akim, sich auf eigene Faust Deutsch beizubringen – um endlich gehört zu werden.
S'TUNTSCHI VO JUF
In den Bündner Bergen steht ein Haus. Die Mutter ist tot, die Tochter kommt, dann die Enkelin. Sie wollen entrümpeln – doch im Haus spüren sie die Präsenz heimlicher Weggefährten der Toten. Neben einem schweigsamen Jäger und einem aufdringlichen Fußpfleger scheint noch eine ganz andere Gestalt ihren Platz im Leben der Frau gefunden zu haben, die ihre Geschichte aus dem Himmel erzählt: „S'Tuntschi vo Juf“, die zum Leben erwachte Puppe aus der Bergsage des „Sennentuntschi".
HARIKA
In einer Kleinstadt bringt ein harmloser Kinderstreich eine Community in Aufruhr. Zwei Jungs treffen mit einem Wasserballon den Chihuahua von Arkan, dem Betreiber eines Boxstudios. Ist dem Hund dabei etwas passiert? Ein erst harmloses Gerücht wird immer größer und prüft das Zusammenleben.
CLOSED FOR THE VIRUS BREAK
März 2020: João, ein HIV-positiver Brasilianer in Wien, hat niemanden, mit dem er den Lockdown verbringen könnte. Isoliert in seiner Ein-Zimmer-Wohnung blickt er auf die seltsam leeren Straßen hinab. Während sein Freund Tom sich nur sporadisch von irgendwo in der Ferne meldet und ein Online-Date noch vor einem möglichen Treffen an Covid erkrankt, konfrontiert die Fantasie João mit einer Vergangenheit, der er sich eigentlich nicht stellen möchte.
ARME HUNDE
Ein kleinkriminelles Pärchen mit Beziehungsproblemen raubt einen einsamen Mann in seinem Haus aus. Sie finden Gefallen an dessen bürgerlichem Leben und beschließen, über Nacht zu bleiben – bis sie bemerken, dass sich ihre Geisel ohne den Einbruch das Leben genommen hätte. Plötzlich stehen sich Menschen gegenüber, die jeweils das begehren, was den anderen zerbricht.
M.
Ein Haus, wie aus der Zeit gefallen, trägt das Leben mehrerer Familiengenerationen in sich. M. kehrt als erwachsene Frau an diesen Ort zurück, um sich an ihre verstorbene Mutter zu erinnern. Sie findet die Erinnerung an ihre Kindheit, ans Loslassen, an die Brutalität des Erwachsenwerdens. Als Kind ist M. in einem Zwiespalt, sie vermischt Wahrheit und Erfundenes, Vergangenheit mit Gegenwart und Zukunft. Aus Angst, einen Menschen zu verlieren, erschafft M. einen neuen.
NICHTS BLEIBT UND NICHTS VERSCHWINDET
Eine Straßenecke in Berlin-Moabit verändert sich: Aus einem alternden Supermarkt wird eine Baustelle und dann ein Neubau. Regale werden eingeräumt, Wände abgerissen, Pause gemacht und Geld gezählt. Die Menschen, die hier arbeiten, lassen den Ort entstehen. Wie bestimmt der Ort die Umstände ihrer Arbeit? Zwischen Kühlregal, Baugerüst und Sichtbeton überlagern sich die Versionen des Ortes. Mal spielerisch, mal gespenstisch, kommen dabei Wiederholungen zum Vorschein, wie Echos zwischen den Welten.
HÄTTEN WIR DOCH DIE AIDA GENOMMEN
In der neuen Folge der Reality-Show „Aufgeklärt – On Tour“ wird das mysteriöse Verschwinden des Opas von Kandidatin Franziska endlich aufgeklärt! Gemeinsam mit Moderator Julian Leischik und seinem Team führt sie die Suche auf einem Segelboot quer über das Mittelmeer und tief in die Vergangenheit. Doch der begrenzte Raum des Bootes zeigt ihnen schnell ihre Grenzen auf, zumal das TV-Team permanent bemüht ist, auch die Bedürfnisse des Publikums zu befriedigen.
RUN ME WILD
Toni (Luna Jordan) spricht nicht über ihre Vergangenheit. Sie stemmt lieber Gewichte, bis die Hände zittern. Oder lenkt sich mit der Arbeit in der Gärtnerei ihrer Eltern (Johanna Wokalek und Thomas Loibl) ab. Doch immer öfter holen ihre traumatischen Erinnerungen sie ein. Als Toni die abenteuerlustige Anna kennenlernt, entwickelt sich zwischen beiden mehr als Freundschaft. Anna bringt Leichtigkeit in Tonis Alltag. Aus Vertrautheit wird Anziehung, aus Anziehung etwas, das Toni kaum zuzulassen wagt. Während sich Toni vorsichtig auf Anna einlässt, macht in der Gegend ein Gerücht die Runde: Ein Tiger streunt frei herum - und es ist nicht klar, woher er stammt und wohin er geht. Für Toni ein alberner PR-Gag, für Anna ein Abenteuer. Doch je mehr Anna Toni herausfordert, desto häufiger schleicht sich der Tiger in Tonis Träume. Auf einer Party kippt die Balance endgültig. Toni verliert die Kontrolle über Körper und Sinne, ein Gefühl, das sie nie wieder erleben wollte. Und inmitten eines dunklen Hopfenfeldes, steht das Raubtier plötzlich vor ihr – kein Traum mehr, sondern Wirklichkeit.
PETRICHOR
Der introvertierte Noah verbringt die Sommerferien widerwillig mit seiner Familie auf dem Land in Frankreich. Eines Tages trifft er am Badesee auf die Geschwister Julie und Léo. Trotz der Sprachbarriere entwickelt sich zwischen ihm und Julie eine Beziehung, die sich im Spannungsfeld zwischen Anziehung und Abstoßung bewegt und Noah dazu bringt, sich mit seiner sexuellen Orientierung auseinanderzusetzen
HOW DID I GET HERE WITH MAITANE MIDBY
Das sechsteilige Künstler:innenportrait stellt die Dokumentarfilmerin Maitane Midby vor. Die Filmemacherin verlässt dabei ihre gewohnte Rolle der Beobachterin und wird als Protagonistin dieser Serie selbst zur Beobachteten. Jede Episode stellt einen ihrer Filme vor und lässt offen, was am Ende wahr ist – während sich Dokumentarisches und Inszeniertes miteinander verweben.
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