Deutsch-Französischer Empfang: OB Conradt: „Sicherheit in Europa stärken"
Beim dritten Deutsch-Französischen Empfang am Montag, 19. Januar, im Rathausfestsaal hat Oberbürgermeister Uwe Conradt gemeinsam mit politischen Vertreterinnen und Vertretern aus Deutschland und Frankreich eindringlich für eine stärkere sicherheits- und verteidigungspolitische Handlungsfähigkeit Europas appelliert.
Oberbürgermeister Uwe Conradt mit dem Staatsminister für Europa Gunther Krichbaum, Politikwissenschaftlerin Claire Demesmay und dem französischen Generalkonsul Jérôme Spinoza (v.l.n.r.) - Jennifer Weyland
Oberbürgermeister Uwe Conradt mit dem Staatsminister für Europa Gunther Krichbaum, Politikwissenschaftlerin Claire Demesmay und dem französischen Generalkonsul Jérôme Spinoza (v.l.n.r.) - Jennifer Weyland
Oberbürgermeister Uwe Conradt mit dem Staatsminister für Europa Gunther Krichbaum, Politikwissenschaftlerin Claire Demesmay und dem französischen Generalkonsul Jérôme Spinoza (v.l.n.r.) - Jennifer Weyland
Besondere Verantwortung Deutschlands und Frankreichs für Europa
Vor dem Hintergrund des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine, wachsender globaler Spannungen und zunehmender Unsicherheiten im Verhältnis zu den USA steht die europäische Sicherheitsfrage vor einem Wendepunkt. Die Landeshauptstadt liegt im Zentrum der Eurometropole als deutsch-französischer Grenzregion mit rund 1,5 Millionen Menschen im Einzugsgebiet. Damit ist Saarbrücken in besonderer Weise von europäischen Entwicklungen betroffen.
„Wenn wir Freiheit, Demokratie und Sicherheit bewahren wollen, müssen Deutschland und Frankreich gemeinsam vorangehen." Oberbürgermeister Uwe Conradt
Oberbürgermeister Uwe Conradt: „Europa kann sich nicht länger auf Gewissheiten verlassen, die es so nicht mehr gibt. Wenn wir Freiheit, Demokratie und Sicherheit bewahren wollen, müssen Deutschland und Frankreich gemeinsam vorangehen – politisch, industriell und strategisch.“
Über zentrale Zukunftsfragen Europas sprach der Oberbürgermeister mit dem Staatsminister für Europa, Gunther Krichbaum, und dem französischen Generalkonsul für das Saarland, Jérôme Spinoza, in einer Podiumsdiskussion. Themen waren unter anderem die Glaubwürdigkeit europäischer Abschreckung, Blockaden bei gemeinsamen Rüstungs- und Industrieprojekten sowie unterschiedliche strategische Herangehensweisen in Deutschland und Frankreich. Einigkeit bestand darüber, dass ohne konkrete Fortschritte in der deutsch-französischen Zusammenarbeit die europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik nicht gelingen kann.
„Wir tragen gemeinsam Verantwortung dafür, wie es für uns alle weitergeht." Gunther Krichbaum, Staatsminister für Europa
Der Staatsminister für Europa, Gunther Krichbaum: „Wir tragen gemeinsam Verantwortung dafür, wie es für uns alle weitergeht – nicht nur in Deutschland und Frankreich, sondern für ganz Europa. Nur durch die enge Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich kann es uns gelingen, ein starkes und souveränes Europa zu gestalten und die Herausforderungen unserer Zeit zu meistern. Junge Menschen spielen hier eine Schlüsselrolle, denn sie sind die Zukunft Europas.“
„Unsere beiden Länder sind die Lokomotiven in vielen Bereichen wie der Künstlichen Intelligenz oder der Luft- und Raumfahrt." Jérôme Spinoza, Generalkonsul für das Saarland
Der französische Generalkonsul für das Saarland, Jérôme Spinoza, stellte heraus: „Unsere beiden Länder sind die Lokomotiven in vielen Bereichen wie der Künstlichen Intelligenz oder der Luft- und Raumfahrt und sollten in diesem Sinne auch weiterhin gemeinsam handeln und die Zusammenarbeit intensivieren für ein glaubwürdiges, freies, autonomes Europa.“
Oberbürgermeister Conradt machte deutlich, dass Sicherheits- und Verteidigungspolitik Teil einer größeren europäischen Zukunftsaufgabe sei: „Ein starkes Europa entsteht nicht allein durch militärische Fähigkeiten. Es braucht ebenso industrielle Stärke, digitale Souveränität und politische Handlungsfähigkeit. Gerade hier kommt der deutsch-französischen Zusammenarbeit eine Schlüsselrolle zu.“
Deutsch-französischer Impuls: Erneuerung des Saarbrücker Abkommens
Oberbürgermeister Conradt sprach sich für eine Erneuerung des Saarbrücker Abkommens als gezielten sicherheits- und industriepolitischen Impuls aus. Ein solches Abkommen könne die deutsch-französische Zusammenarbeit in zentralen Fragen strategisch vertiefen.
Im Mittelpunkt müsse eine engere Koordinierung der Sicherheits- und Verteidigungspolitik, aber auch eine gemeinsame Digital- und Wirtschaftspolitik stehen. Der deutsch-französische Grenzraum könne dabei als Zentrum für die damit verbundenen Maßnahmen dienen.
„Wir stehen am Beginn eines neuen Zeitalters und es liegt in unserer Verantwortung, dass es auch eines wird, das europäisch geprägt ist. Ein erneuertes Saarbrücker Abkommen kann zeigen, dass Sicherheit, wirtschaftliche Stärke und europäische Freiheit keine Gegensätze sind, sondern gemeinsam gestaltet werden können – Deutschland und Frankreich müssen gemeinsam vorangehen.“
Hintergrund
Der Deutsch-Französische Empfang findet seit 2024 jährlich um den 22. Januar, dem Deutsch-Französischen Tag und Jahrestag des Élysée-Vertrags, statt. Er bietet eine wichtige Plattform, um die Eurometropole Saarbrücken als Motor der Zusammenarbeit zu festigen, ihre Akteurinnen und Akteure langfristig zu vernetzen und den deutsch-französischen Grenzraum zu stärken und noch sichtbarer zu machen. In diesem Jahr hat der Deutsch-Französische Bürgerfonds die Veranstaltung im Rahmen seiner Ausschreibung zum Deutsch-Französischen Tag 2026 gefördert.
Mehr Infos zur Eurometropole gibt es unter eurometropole.saarbruecken.eu.
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Fotos vom Empfang stehen für redaktionelle Zwecke unter Angabe der Quelle „Jennifer Weyland“ kostenfrei zur Verfügung.

Jennifer Weyland
Blick in den Rathausfestsaal im Rathaus St. JohannDownload
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