Freitag, 2. Oktober 2026

Initiative für Ausbau der Schnellzugverbindung nach Paris

Forbach und Saarbrücken verstärken ihr gemeinsames Engagement für einen leistungsfähigen Schienenkorridor zwischen Paris und Deutschland.

Artikeldetail (Presse)

Kampagnen-Graphik "Die deutsch-französische Zukunftsachse" - LHS/KI generiert

Kampagnen-Graphik "Die deutsch-französische Zukunftsachse" - LHS/KI generiert

Kampagnen-Graphik "Die deutsch-französische Zukunftsachse" - LHS/KI generiert

Wie Forbachs Bürgermeister Alexandre Cassaro und Saarbrückens Oberbürgermeister Uwe Conradt mitteilten, unterstützt Forbach als erste französische Stadt die Initiative von Saarbrücken, Kaiserslautern und Mannheim/Ludwigshafen. Damit wird aus der „Zukunftsachse“ die deutsch-französische „Axe d’Avenir“.

Die Städte setzen sich gemeinsam dafür ein, die Schienenverbindung von Paris über Forbach, Saarbrücken, Kaiserslautern und Mannheim bis nach Frankfurt am Main leistungsfähiger und schneller zu machen. Den Anstoß für die Initiative hatten Saarbrücken, Kaiserslautern und Mannheim/Ludwigshafen Anfang September gegeben. Ihre gemeinsame Forderung: Um den von der Europäischen Kommission vorgesehenen Hochgeschwindigkeitskorridor bis 2040 umzusetzen, muss jetzt mit den Planungen begonnen werden.

Dabei sollen bestehende Engpässe beseitigt, die Kapazitäten erhöht und die Bahnknoten entlang der Strecke gestärkt werden. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Streckenabschnitt zwischen Kaiserslautern und Mannheim. Für eine schnellere Querung des Pfälzerwalds sollen verschiedene Optionen geprüft werden – darunter alternative Streckenführungen wie ein Basistunnel.

Mit der Unterstützung aus Forbach wird aus dem Projekt nun eine grenzüberschreitende Initiative.

Alexandre Cassaro, Bürgermeister von Forbach: „Forbach ist eine Grenzstadt, vor allem aber eine europäische Stadt. Jeden Tag überqueren Menschen die Grenze, um zu arbeiten, zu studieren, sich weiterzubilden oder ganz selbstverständlich grenzüberschreitend zu leben. Unsere Verantwortung ist es, die Zukunft vorzubereiten und uns für die Infrastruktur einzusetzen, die unser gemeinsamer Lebensraum morgen braucht. Die Schiene spielt dabei eine zentrale Rolle. Eine leistungsfähigere Bahnverbindung nach Paris, Saarbrücken und Deutschland würde die Attraktivität Forbachs und der gesamten Region unmittelbar stärken. Forbach will sich daher aktiv in diese Initiative einbringen und gemeinsam mit seinen Partnern eine klare Zielsetzung für diese strategisch wichtige Achse verfolgen.“

Uwe Conradt, Oberbürgermeister von Saarbrücken: „Mit Forbach bekommt unsere Initiative für den Ausbau der Schnellzugverbindung eine starke französische Stimme. Unsere beiden Städte zeigen jeden Tag, wie eng der Grenzraum bereits zusammengewachsen ist. Jetzt muss auch die Infrastruktur dieser Realität folgen. Die Bahnverbindung zwischen Paris und Deutschland ist nicht nur eine Verkehrsachse, sondern eine zentrale Verbindung für den gesamten deutsch-französischen Raum. Wenn Frankreich und Deutschland diese Verbindung gemeinsam voranbringen, kann daraus ein echtes europäisches Infrastrukturprojekt werden.“

Mit Blick auf die anstehende Sanierung der Strecke zwischen Forbach und Ludwigshafen fordern die Städte, die betroffenen Kommunen frühzeitig in die Planungen einzubeziehen. Zugleich appellieren sie an die Deutsche Bahn, die Erreichbarkeit der Städte während der Arbeiten durch abschnittsweise Sperrungen möglichst sicherzustellen und damit auch die wirtschaftlichen Auswirkungen der Sanierung zu begrenzen.

Die Städte auf beiden Seiten der Grenze wollen gemeinsam dafür werben, weitere französische und deutsche Kommunen, Regionen sowie Akteure aus Wirtschaft und Wissenschaft entlang der Strecke für die „Axe d’Avenir“ zu gewinnen und den Dialog mit der Région Grand Est sowie den zuständigen staatlichen Stellen in Frankreich zu intensivieren.

Das gemeinsame Ziel: Nicht erst 2040 über die Schieneninfrastruktur der Zukunft sprechen, sondern die notwendigen Planungen und Entscheidungen jetzt auf den Weg bringen.

Weitere Informationen

Der vollständige Forderungskatalog zur deutsch-französischen Zukunftsachse ist online auf der Webseite zur Zukunftsachse zu finden.