Premiere: KURZ.FILM.TOUR. – Der deutsche Kurzfilmpreis

Die KURZ.FILM.TOUR. feiert wieder einmal Premiere beim Filmfestival Max Ophüls Preis. Ihr Programm präsentiert eine Auswahl der Kurzfilme, die im vergangenen Herbst mit dem Deutschen Kurzfilmpreis ausgezeichnet wurden oder für ihn nominiert waren.

 

SALIDAS

© Contandofilms

© Contandofilms

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Regie: Michael Fetter Nathansky | Deutschland 2020 | Spielfilm | Farbe | 10 Min. | Span., Arab. mit dt. UT

Der fiktive Tanzfilm erzählt die Geschichte der Bestatterin Giralda, die Verstorbene ins Jenseits befördert. Überführt in die Sprache des spanischen Flamenco-Tanzes und angesiedelt in einem alten ostdeutschen Schiffshebewerk.


 

DISJOINTED

© FFMOP

© FFMOP

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Regie: Clara Helbig | Deutschland 2021 | Dokumentarfilm | Farbe | 11 Min. | Engl. mit dt. UT

Der Dokumentarfilm erzählt von den Erfahrungen zweier Fleischindustriearbeiter. Wo Worte an ihre Grenzen stoßen, werden Erlebnisse und Traumata performativ aufgearbeitet.


 

OBERVOGELGESANG

© Weinberger Ehrhardt

© Weinberger Ehrhardt

© Weinberger Ehrhardt

Regie: Ferdinand Ehrhardt, Elias Weinberger | Deutschland 2020 | Animationsfilm | s/w | 6 Min. | Deutsch

Die junge Lovis fährt von den Bergen nach Hause. Sie blickt aus den Zugfenstern und zeichnet, als sie von einem Touristenpaar angesprochen wird. Das Paar macht sie auf eine frische rechtsextremistische Schmiererei aufmerksam – und Lovis wird erneut mit der von ihr verdrängten Fratze ihrer Heimat konfrontiert.


 

GENOSSE TITO, ICH ERBE

© FFMOP

© FFMOP

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Regie: Olga Kosanovic | Deutschland, Österreich 2021 | Dokumentarfilm | Farbe | 27 Min. | Serb. mit dt. UT

Ein Berghang, ein Obstgarten, ein Haus im südlichen Serbien. Drei Generationen leben hier unter einem Dach, das für seine Weitergabe vorbereitet wird. Jeder mit seinem eigenen Erbe, das aber alle gemeinsam tragen müssen – Erinnerungen, Fiktionen, und das, was da ist, aber keinen Platz findet, was keiner haben möchte und trotzdem niemanden loslässt.
Eine Annäherung an die Geschichte, die Teil der eigenen wird. Heimat ist kompliziert, Erben vielleicht auch eine Last, und Tito wird zur Symbolfigur für etwas Gewesenes.


 

ONE HUNDRED STEPS

© Bárbara Wagner und Benjamin de Burca

© Bárbara Wagner und Benjamin de Burca

© Bárbara Wagner und Benjamin de Burca

Regie: Bárbara Wagner, Benjamin de Burca | Deutschland, Frankreich 2021 | Experimentalfilm | Farbe, s/w | 30 Min. | Engl., Gäli., Franz., Arab., Okzitan. mit dt. UT

Die Kamera durchstreift zwei herrschaftliche Anwesen – einen aristokratischen Landsitz in Irland und ein bourgeoises Stadtpalais in Marseille –, die heute als Museen öffentlich zugänglich sind. Nach und nach entpuppen sich die Besucher:innen als Performer:innen. Mit ihrer Musik ermächtigen sie sich kurzzeitig dieser aufgeladenen Orte.