KOMÖDIE UMS GELD

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KOMEDIE OM GELD

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KOMÖDIE UMS GELD - KOMEDIE OM GELD

Regie: Max Ophüls Niederlande 1936 | 89 Min. | Niederl. mit dt. UT

Brand (Herman Bouber) ist seit 25 Jahren Geldbote einer Bank und hat sich nie etwas zuschulden kommen lassen. Eines Tages verschwinden bei einem seiner Botengänge 500.000 Gulden. Da ihm keine Unterschlagung nachzuweisen ist, bleibt Brand zwar von einer Anklage verschont, nicht aber von der öffentlichen Diskreditierung. Als er bald keinen Ausweg mehr sieht und sich umbringen will, bekommt er aus heiterem Himmel den Direktoren-Posten bei einer Wohnungsbaugesellschaft angeboten, die durch Finanzspekulationen in die Insolvenz geraten ist. Denn ausgerechnet jetzt gilt Brand als besonders kreditwürdig, weil alle Welt glaubt, er habe die halbe Million auf die Seite geschafft und sei reich. Brand macht es sich in seinem neuen Leben bequem, bis das verschwundene Geld wieder auftaucht. 
Elegant und sicher wird die Geschichte auf das Zelluloid geschrieben, das war bis jetzt im niederländischen Film unbekannt. Der Beginn mag zwar ein bisschen prätentiös wirken und ist wohl auch von der Dreigroschenoper inspiriert, doch bald ist man erfreut und überrascht, wie geschickt das Medium Film hier gebraucht wird. Es wimmelt von virtuosen kompositorischen Übergängen, von filmischen Rhythmen. (Rotterdamsch Nieuwsblad, 1936)

  • Regiekommentar

    Ophüls scheinen die Probleme und vor allem die Langwierigkeit der Dreharbeiten in Holland sehr genervt zu haben; der Film, schreibt er, „nahm durch die unzureichenden technischen Mittel so viel Zeit in Anspruch, dass ich inzwischen in Paris drei Großfilme hätte fertigstellen können“. (…) Der Lehrstückcharakter schlägt bis ins scheinbar Nebensächliche und Beiläufige durch. Immer ist vom Geld die Rede, dessen virtuelle und energetische, Menschen und Leben verändernde Qualität vorgeführt wird. (Peter W. Jansen, Wolfram Schütte [Hrsg.]: „Max Ophüls“ , Carl Hanser Verlag)

Regisseurangaben

Max Ophüls

Max Ophüls - Elite Tonfilm-Produktion

Max Ophüls

Geboren 1902 in Saarbrücken als Max Oppenheimer, gestorben 1957 in Hamburg. Er arbeitete ab 1920 unter dem Pseudonym Max Ophüls. Bis 1930 Theaterschauspieler und Regisseur in Stuttgart, Dortmund, Wuppertal, Breslau, Wien, Frankfurt, Berlin. Heirat mit der Schauspielerin Hilde Wall, Geburt des gemeinsamen Sohnes Marcel Ophüls. Ab 1931 Regieassistenz bei Anatol Litvak, erste Filmregien. 1933 Emigration nach Frankreich, Regiearbeiten u. a. in Frankreich, Italien, den Niederlanden. 1938 französische Staatsbürgerschaft. 1941 Emigration in die USA, Tätigkeiten beim Rundfunk, als Drehbuchautor, Regisseur. 1949 Rückkehr nach Frankreich. Ab 1953 Hörspiele für den SWF Baden-Baden.

Filmografie

1931
DANN SCHON LIEBER LEBERTRAN
1932
DIE VERKAUFTE BRAUT
1933
LIEBELEI
1935
DIVINE
1936
KOMÖDIE UMS GELD
1937
YOSHIWARA
1940
VON MAYERLING BIS SARAJEWO
1947
DER VERBANNTE
1948
BRIEF EINER UNBEKANNTEN
1950
DER REIGEN
1953
MADAME DE…
1955
LOLA MONTEZ
Regie
Max Ophüls
Buch
Max Ophüls, Walter Schlee, Alex de Haas
Kamera
Eugen Schüfftan
Montage
Gerald Bensdorp, Nol van Es
Musik
Max Tak, Heinz Lachmann
Ton
I. J. Citroen
Ausstattung
Heinz Fenschel, Jan Wiegers, Theo van der Lugt
Cast
Herman Bouber, Rini Otte, Matthieu van Eysden, Cor Ruys, Edwin Gubbins Doorenbos u. a.
Produzenten
Will Tuschinski
Produktion
Cinetone Productie Mij.
Verleih
Deutsche Kinemathek