HILDE

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HILDE

HILDE - hilde

HILDE

Regie: Kai Wessel Deutschland 2009 | 137 Min. | Dt., Engl. mit dt. UT

1966 kommt Hildegard Knef (Heike Makatsch) nach Deutschland zurück, um ein Konzert in der Berliner Philharmonie zu geben. Auf dem Flughafen Berlin-Tempelhof reißen sich die Jour na list· in nen und Autogrammjäger·innen um sie, die Begeisterung ist groß. Selbstbewusst genießt Hilde den Rummel um ihre Person, aber mit ihrer Rückkehr kehren auch die Erinnerungen an Berlin zurück: ihre Schauspielausbildung, ihre Zeit in der Kriegsgefangenschaft, ihre erste Hauptrolle in DIE MÖRDER SIND UNTER UNS. Sie denkt an die erfolglosen Monate in Hollywood, wo außer Probeaufnahmen nichts passierte, den heftigen Skandal um ihre Nacktszene im Film DIE SÜNDERIN im prüden Nachkriegsdeutschland. Zugleich startete in Berlin ihre internationale Karriere, sie feierte Erfolge am Broadway und begann eine Karriere als Sängerin, nahm Lieder in deutscher Sprache auf, zu denen sie die Texte schrieb. Und nun, 1966, soll das Konzert in der Berliner Philharmonie eines der Höhepunkte ihrer Karriere werden, doch das Schwelgen in den Erinnerungen bewegt etwas in ihr.

  • Regiekommentar

    Ich hatte sofort große Lust, mich dieser Frau zu nähern, die mir vorher gar nicht so nahe war. Ich habe alles, was es zu lesen, zu hören, zu sehen gab, verschlungen, ungefähr zwei Jahre lang. Das hat mir die Chance gegeben, mich intensiv mit ihr zu befassen. Ich habe ein Jahr lang Gesangsunterricht genommen, mich mit ihren Liedern und Texten befasst, aber auch der Art, wie sie singt. Das war für mich ein Schlüssel zu ihrer Seele. Zu dem, was sie angetrieben hat, zu dem, wo sie unglücklich war, zu ihrem Humor, ihrer Tapferkeit, aber auch ihrer Einsamkeit. Hildegard Knef ist für immer in das kollektive Bewusstsein der Deutschen eingeschrieben und dem muss man gerecht werden. Auf irgendeiner Ebene. Es sollte nie eine Imitation werden, aber ich hatte mir den Anspruch gesetzt, dass ich eine Essenz von ihr begreife, die ich dann im Film transportieren und interpretieren kann. (Heike Makatsch bei der Pressekonferenz zu HILDE, Berlinale 2009)

Regisseurangaben

Kai Wessel

Kai Wessel - ©Kai Wessel

Kai Wessel

Geboren 1961 in Hamburg. Er fand viel Beachtung mit den Serien „Klemperer – Ein Leben in Deutschland“ und „Zeit der Helden“ (Grimme-Preis 2014). Für seinen Fernsehfilm HAT ER ARBEIT? erhielt er u. a. den Deutschen Fernsehpreis 2002.

Filmografie

1988
MARTHA JELLNECK
1992
DAS SOMMERALBUM
1996
DIE SPUR DER ROTEN FÄSSER
1999
KLEMPERER – EIN LEBEN IN DEUTSCHLAND
2001
HAT ER ARBEIT?
2002
DAS JAHR DER ERSTEN KÜSSE
2009
HILDE
2012
LENA FAUCH UND DIE TOCHTER DES AMOKLÄUFERS
2013
ZEIT DER HELDEN
2017
AUBRUCH INS UNGEWISSE
Regie
Kai Wessel
Buch
Fred Breinersdorfer, Maria von Heland
Kamera
Hagen Bogdanski
Montage
Tina Freitag
Musik
Martin Todsharow
Ton
Erik Seifert
Ausstattung
Thomas Freudenthal, Daniele Drobny, Ruth Barbara Wilbert
Kostüm
Lucie Bates
Cast
Heike Makatsch, Dan Stevens, Monica Bleibtreu, Michael Gwisdek, Hanns Zischler u. a.
Produzenten
Produzent·innen: Judy Tossell, Jens Meurer
Produktion
Egoli Tossell Film
Koproduktion
MMC Independent
Förderung
Film- und Medienstiftung NRW, MEDIA, Deutscher Filmförderfonds (DFFF), Medienboard BerlinBrandenburg (MBB), FFA Filmförderungsanstalt
Verleih
Warner Bros. Pictures Germany

Spielstätten / Kinos

Filmhaus
Mainzer Straße 8
66111 Saarbrücken
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Spielzeiten