ROSAKINDER

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ROSAKINDER

ROSAKINDER - c_Dennis_Pauls

ROSAKINDER

Regie: Chris Kraus, Julia von Heinz, Axel Ranisch, Robert Thalheim, Tom Tykwer Deutschland 1971 | 81 Min. | deutsch

Auf den ersten Blick haben die Regisseur·innen Julia von Heinz, Chris Kraus, Axel Ranisch, Robert Thalheim und Tom Tykwer nicht viel gemeinsam, doch in den Schlüsselpassagen ihres Lebens und ihrer kreativen Arbeit taucht immer wieder ein Name auf: Rosa von Praunheim. Anlässlich seines 70. Geburtstags drehten die „Rosakinder“, wie sie sich selbst nennen, eine Hommage an ihren Mentor.
Im Patchworkstil stellen sie sich und ihren Weg zum Film vor und erzählen in kleinen, sehr persönlichen Filmen von ihrer ganz besonderen Beziehung zu Rosa. Es entsteht eine bunte Genrecollage im dokumentarischen Rahmen, bei der der Lehrer von Praunheim zwischen Kreativität, Innovationsdrang, Trotz, Gewalt, Provokation, Unsicherheit und Liebe immer mehr zur Vaterfigur wird. Ein Vater, mit dem man sich manchmal so sehr streitet, dass man sich mit ihm schlagen möchte. Aber auch ein Vater, den man dann anruft, wenn man eigentlich alleine sein und mit niemandem sprechen möchte.

  • Regiekommentar

    „Rosa ist mein bester Freund und mein Mentor, er ist ein Prophet und er ist mein Vater, der mir immer wieder das Leben rettet. Ohne ihn wäre ich keine Regisseurin.“ (Julia von Heinz)
    „An Rosa liebe ich die Schmerzen, die er zufügt, die er annimmt und genießt, die er erleidet und die er heilt.“ (Chris Kraus)
    „Rosa hat mich auf ein Treppchen gestellt und wieder runtergeholt, mir Vertrauen geschenkt, mich gefördert und gefordert, den Weg in die Filmbranche geebnet, mich angestachelt, unter Druck gesetzt, mich sexy gefunden und wütend gemacht, zum Lachen gebracht, nie im Stich gelassen und getröstet, wenn ich Hilfe brauchte. " (Axel Ranisch)
    „Machen. Machen. Machen. Das war seine Medizin für mein bürgerliches Gezaudere. Dafür werde ich diesem Gesamtkunstwerk auf ewig dankbar sein.“ (Robert Thalheim)
    „Durch Rosa habe ich eine imaginäre Tür geöffnet, die mich wegholte von der Straße der Beliebigkeit und hinein in die Geheimkammern des Kinos. In denen Intimität, Ehrlichkeit und ein gewisses Ausgeliefertsein das Einzige sind, was zählt.“ (Tom Tykwer)

Regisseurangaben

Chris Kraus

Chris Kraus - (c)_Chris Kraus

Chris Kraus

Geboren 1963. Er arbeitete als dramaturgischer Berater für Rosa von Praunheim und wurde für seine Filme wie SCHERBENTANZ, POLL und DIE BLUMEN VON GESTERN mehrfach ausgezeichnet.

Filmografie

2002
SCHERBENTANZ
2006
VIER MINUTEN
2010
POLL
2012
ROSAKINDER
2016
DIE BLUMEN VON GESTERN
Julia von Heinz

Julia von Heinz - c_Ruth_Kappus

Julia von Heinz

Geboren 1976. Sie war künstlerische Mitarbeiterin von Rosa von Praunheim an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf und gewann mit ihrem Langfilmdebüt WAS AM ENDE ZÄHLT den Deutschen Filmpreis.

Filmografie

2007
WAS AM ENDE ZÄHLT
2012
ROSAKINDER
2013
HANNAS REISE
2015
ICH BIN DANN MAL WEG
Axel Ranisch

Axel Ranisch - c_Dennis_Pauls

Axel Ranisch

Geboren 1983. Er studierte Regie an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf und wurde mit seinem Diplomfilm DICKE MÄDCHEN zu einem der prägenden Vertreter des German Mumblecore.

Robert Thalheim

Robert Thalheim - ©Robert Thalheim

Robert Thalheim

Geboren 1974. Er studierte Regie an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf unter Rosa von Praunheim und erhielt für sein Regiedebüt NETTO u.a. den Preis der deutschen Filmkritik.

Filmografie

2005
NETTO
2007
AM ENDE KOMMEN TOURISTEN
2011
WESTWIND
2012
ROSAKINDER
2019
TKKG
Tom Tykwer

Tom Tykwer - ©JGern

Tom Tykwer

Geboren 1965. Er wurde für sein Werk vielfach ausgezeichnet u.a. mit einem Deutschen Filmpreis für WINTERSCHLÄFER, LOLA RENNT, DER KRIEGER UND DIE KAISERIN und HEAVEN.

Filmografie

1997
WINTERSCHLÄFER
1998
LOLA RENNT
2000
DER KRIEGER UND DIE KAISERIN
2002
HEAVEN
2006
DAS PARFUM – DIE GESCHICHTE EINES MÖRDERS
2012
ROSAKINDER
2017
BABYLON BERLIN
Regie
Chris Kraus, Julia von Heinz, Axel Ranisch, Robert Thalheim, Tom Tykwer