ZU ZWEIT ALLEIN
Regie: Sabine Koder Deutschland 2019 | 82 Min. | deutsch
Nina (Eva Bay) und Karl (Tom Lass) sind ein ganz normal absonderliches Paar: eigene Sprache, eigene Rituale und eigene komplizierte Probleme. Sie können nicht mit- und nicht ohneeinander.
Doch plötzlich flieht Nina aus dem Trott. Auf den tristen Straßen Münchens begegnet sie Lou (Anne Haug), die nur noch lose mit der Gesellschaft verbunden ist. Mit ihrer Hilfe versucht sie, sich neu zu erfinden und ihr altes Leben mit all seinen Verpflichtungen vergessen zu machen. Karl unterdessen wird ins kalte Wasser des Alleinseins geworfen und versucht, dabei nicht unterzugehen. Er macht sich auf die Suche nach Nina, aber auch nicht ohne einen Freund und Helfer.
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Regiekommentar
Das erste Gefühl zu diesem Film, noch bevor es eine Story gab, war der Wunsch nach mehr Freiheit, ähnlich wie auch bei der Hauptfigur Nina. Ich wollte mich von den starren Strukturen, die ein klassisches Filmemachen mit sich bringt, befreien und die volle Aufmerksamkeit auf das lenken, was mir am wichtigsten erscheint: die Arbeit an den Figuren und der Geschichte. Alles andere sollte ausgeblendet werden: kein starres Drehbuch, kein Technikapparat und so wenige Menschen wie möglich am Set. So entstanden anhand eines kurzen Treatments überraschende, unkonventionelle Szenen und die Geschichte eines komischen Paares, das sich liebt und hasst zugleich und nicht weiß warum eigentlich.
Ich wollte keine klassische Liebesgeschichte erzählen, kein Boy Meets Girl, wo zwei Menschen um ihre Liebe kämpfen bis zum Happy End, sondern das Dazwischen und Danach. Das Glücklichsein und Traurigsein des normalen Lebens, das Absurde im Tragischen, das Tiefsinnige im Trivialen. (Sabine Koder)
Regie-Biographie

Sabine Koder - ©Kilian Schmid
Sabine Koder
Geboren 1987 in Wien. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Fotografin und ein Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft. Von 2012 bis 2022 studierte sie Filmregie an der HFF München. BIS ES MICH GIBT ist ihr Abschlussfilm.




