Filmreihe zum Jubiläum 40. Filmfestival Max Ophüls Preis

Freitag, 14. Dezember 2018

In der zehnteiligen Retrospektive spiegeln sich Themen und Strömungen aus vier Jahrzehnten Filmfestival Max Ophüls Preis. Dazu gibt es ein Wiedersehen mit ehemaligen Preisträgerfilmen und Debüts heute etablierter Regisseur·innen.

DAS ZWEITE GESICHT, Regie: Dominik Graf, Produktion: Tura-Film- und Fernsehproduktion, BR, BRD 1982, 101 Min.

Cast: Thomas Schücke, Greta Scacchi, Irene Clarin, Brigitte Karner, Franz Buchrieser

Zu Gast: Dominik Graf

Ende des 19. Jahrhunderts öffnet sich in einem Großstadt-Mietshaus ein Mädchen die Pulsadern und stirbt einen qualvollen Tod. Fast hundert Jahre später mietet die junge Anna diese Wohnung – ohne zu wissen, was damals dort stattgefunden hat. Doch seit sie in den Räumen lebt, wird sie von fieberhaften Träumen heimgesucht. Als sie Richard kennenlernt, hofft sie, diese beängstigenden Visionen hinter sich lassen zu können. Doch als sie sich näher kommen, müssen sie feststellen, dass sie eine dramatische Vorgeschichte verbindet.

 

 

EX, Regie: Mark Schlichter, Produktion: Jost Hering Filmproduktion und Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb), D 1995, 84 Min.

Cast: Robert Viktor Minich, Christiane Paul, Florian Lukas, Andreas Dinah Diakité, Heinz Hoenig, Wolfram Berger, Rolf Peter Kahl, Anna Thalbach

Zu Gast: Christiane Paul

Berlin, Anfang der 90er Jahre. Mario und Klaus sind Crashkids und führen ein Leben auf der Überholspur: Sie klauen Autos, nehmen Drogen und veranstalten illegale Autorennen. Eines Tages verunglückt Klaus’ Bruder Stefan bei einer wilden Verfolgungsjagd tödlich. Doch statt zur Vernunft zu kommen, stürzen sich die Männer immer tiefer in den Taumel des Rausches. Als sich schließlich Robert, der Neue in der Clique, in Marios Freundin Sarah verliebt, geraten die Dinge außer Kontrolle – der Beginn einer Spirale von Hass, Kriminalität und Gewalt.

 

 

EXILE FAMILY MOVIE, Regie: Arash T. Riahi, Produktion: Golden Girls Filmproduktion, A 2006, 94 Min.

Zu Gast: Arash T. Riahi

Eine Familiengeschichte – normal, verrückt und außergewöhnlich zugleich. Arash T. Riahis Eltern sind vor den fundamentalistischen Machthabern aus dem Iran nach Österreich geflohen. Obwohl die politische Lage im Iran es erschwert, bekommt Arashs Familie in Österreich ab und an Besuch aus der Heimat. Diese Szenen des Wiedersehens, der Freude, der Trauer und vor allem der Sehnsucht hält der Regisseur mit seiner Kamera fest.

 

 

KOHLHAAS ODER DIE VERHÄLTNISMÄSSIGKEIT DER MITTEL, Regie: Aron Lehmann, Produktion: Kaminski.Stiehm.Film, D 2012, 90 Min.

Cast: Robert Gwisdek, Jan Messutat, Thorsten Merten, Rosalie Thomass, Heiko Pinkowski, Michael Fuith

Zu Gast: Aron Lehmann

Tief in der bayrischen Provinz entsteht frei nach Heinrich von Kleist das Historiendrama „Kohlhaas“. Doch schon am ersten Drehtag platzt die Finanzierung. Statt eines mächtigen Epos, das mit Kostümen und aufwändigen Kulissen beeindrucken sollte, kämpfen nun erwachsene Männer mit selbst gehäkelten Kettenhemden und verschlissenen Anzügen in einer zerfallenen Burgruine und bekriegen sich gegenseitig mit imaginären Schwertern, Pistolen und Handgranaten. Verbissen kämpft Regisseur Lehmann um eine Vision, der die Mittel entzogen wurden.

 

 

LIEBELEI, Regie: Max Ophüls, Produktion: Elite Tonfilm-Produktion GmbH, D 1933, 94 Min.

Cast: Paul Hörbiger, Magda Schneider, Luise Ullrich, Gustaf Gründgens, Olga Tschechowa, Willy Eichberger, Wolfgang Liebeneiner

Zu Gast: Marcel Ophüls und Andréas-Benjamin Seyfert

Nach dem gleichnamigen Bühnenstück von Arthur Schnitzler zeichnet der Film ein Sittengemälde der Wiener Gesellschaft vor dem Ersten Weltkrieg: Leutnant Fritz Lobheimer hat seit längerem ein Verhältnis mit Baronin von Eggersdorf. Bei einem Opernbesuch macht er jedoch die Bekanntschaft der jungen Christine, zu der er sich sehr hingezogen fühlt. Obwohl er aufrichtige Gefühle für das Mädchen hegt, gelingt es ihm nicht, die Affäre mit der Baronin zu beenden. Als Baron von Eggersdorf die außereheliche Beziehung seiner Frau entdeckt, fordert er Lobheimer zum Duell. Lobheimers Freund, der Oberleutnant Theo Kaiser, kann die Militärführung nicht überzeugen, zu intervenieren: von Eggersdorf erschießt Lobheimer im Duell, Christine begeht daraufhin Selbstmord. (filmportal.de)

 

 

MEHR LICHT, Regie: Dietrich Brüggemann, Produktion: Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf Potsdam-Babelsberg, D 2004, 4 Min.

Cast: Catherine Hiley, Jörg Bundschuh

Zu Gast: Dietrich Brüggemann

Du drückst auf den Schalter, und das Licht geht an. Aber was wäre, wenn das eines Tages nicht mehr so einfach wäre? Ein Mädchen kämpft gegen ein Zimmer voller Lampen, die sich allesamt gegen sie verschworen haben. Drei Minuten ohne Worte.

 

NACHTSCHWALBEN, Regie: Barbara Albert, Produktion Filmakademie Wien, A 1993, 7 Min.

Cast: Tanya Herbst, Katrin Reisinger, Barbara Ratheiser

Zu Gast: Barbara Albert

Auf dem Discoklo. Ein Streit. Zwei Mädchen lassen ihre Wut an ihrer Freundin aus. Und niemand hindert sie daran. Auch nicht der Geri, um den sich sonst immer alles dreht.

 

NORDRAND, Regie: Barbara Albert, Produktion: Lotus-Film, Zero Fiction Film, Fama-Film, A|D|CH 1999, 103 Min.

Cast: Nina Proll, Edita Malovcic, Astrit Alihajdaraj, Tudor Chirila, Michael Tanczos

Zu Gast: Barbara Albert

Österreich 1995. Am Nordrand von Wien teilen fünf junge Menschen unterschiedlicher Herkunft für kurze Zeit ihr Leben und ihre Sehnsüchte miteinander. Zwischen Jobs, unfreiwilliger Mutterschaft und mühsam verdrängten Erlebnissen aus dem Krieg in Ex-Jugoslawien versuchen sie, einander Halt und Wärme zu geben.

 

PILOTINNEN, Regie: Christian Petzold, Produktion: Schramm Film Koerner & Weber, D 1995, 68

Min.

Cast: Eleonore Weisgerber, Nadeshda Brennicke, Udo Schenk, Barbara Frey, Michael Tietz, Ronny

Tanner, Wolfgang Hahn, Inge-Carolin Gremm, Kim Kübler, Imke Barnstedt

Als Sophies Mann ein Kosmetikunternehmen übernimmt, wird Sophie der Außendienstmitarbeiterin Karin als Assistentin zugeteilt, und die beiden Kosmetikerinnen werden unfreiwillig zu Kolleginnen. Die ältere Karin sieht in der jüngeren Sophie ihre mögliche Nachfolgerin, was bei ihr schwere Existenzängste auslöst. So beginnt sie, Sophie zu bekämpfen. Die bitteren Auseinandersetzungen zwischen den beiden Frauen enden jedoch, als sie eine folgenschwere Entdeckung machen. Nun verbünden sie sich gegen die Männerwelt und werden Freundinnen. Gemeinsam träumen sie davon, als Stewardessen zu arbeiten. (filmportal.de)

 

TAXI ZUM KLO, Regie: Frank Ripploh, Produktion: Frank Ripploh Filmproduktion (Berlin), BRD

1980, 95 Min.

Cast: Frank Ripploh, Bernd Broaderup, Gitte Lederer, Hans-Gerd Mertens, Irmgard Lademacher

Zu Gast: Albrecht Stuby

Bernd und Frank sind ein Paar, doch mittlerweile läuft es in ihrer Beziehung nicht mehr so rund. Während Bernd vom glücklichen Geborgensein zu zweit und einem geruhsamen Leben auf dem Bauernhof träumt, möchte sich Frank nicht gebunden fühlen. Er sucht das Abenteuer in der Schwulenszene Berlins, den spontanen Kick, die nächtlichen Trips. Seine offen gelebte Sexualität ist für ihn selbstverständlicher Bestandteil des Alltags. Treue, wie sie sich Bernd wünscht, kann er nicht geben. Auf einem Tuntenball kommt es zur Eskalation.

 

WESTLER, Regie: Wieland Speck, Produktion: ZDF, Searcher Film Produktion Sungen & Grüttgen,

BRD 1985, 93 Min.

Cast: Sigurd Rachman, Rainer Strecker, Andy Lucas, Frank Rediess, Andreas Bernhardt u.a.

Zu Gast: Wieland Speck

Sie leben nur wenige Kilometer voneinander entfernt und doch in zwei grundverschiedenen und brutal voneinander getrennten Welten. Die Berliner Mauer lässt der Liebe von Thomas aus Ostberlin und dem Westler Felix pro Woche nur einen Tag und pro Tag nur vier, fünf Stunden Zeit. Mit ihren Gefühlen zueinander und ihrer Sehnsucht wachsen mit jeder erzwungenen, abendlichen Trennung auch die Verzweiflung und der Schmerz – bis Thomas nur noch einen Ausweg weiß: die Flucht aus der DDR über Prag in den Westen, zu Felix!

 

20 Jahre First Steps / 40 Jahre Filmfestival Max Ophüls Preis

AUSREICHEND, Regie: Isabel Prahl  

MIT SECHZEHN BIN ICH WEG, Regie: Mark Monheim 

MUSIK, Regie: Stefan Bohun

Zu Gast: Andrea Hohnen, Isabel Prahl, Stefan Bohun und Martin Rehberg