DIE SONNE BRENNT

© Jesse Mickle

DIE SONNE BRENNT

DIE SONNE BRENNT - © Jesse Mickle

DIE SONNE BRENNT

Regie: Joséphine Demerliac Deutschland 2021 | 75 Min. | FSK ab 6 | Dt., Engl., Franz. mit dt. UT

Es ist Sommer. Zou (Zou) und Anselm (Cecil von Renner) sind frisch verliebt und verbringen ihren Nachmittag am See. Die Stimmung ist friedlich, das Licht bricht sich auf den Wellen und die Sonnenstrahlen wärmen ihre Haut. Ein Märchen scheint wahr geworden zu sein. Doch dann taucht Anselms Freund Gustav (Dimitri Stapfer) auf, und mit ihm kehrt die Realität zurück. Die Leichtigkeit ist verflogen, die Sonne brennt und ihre junge Liebe wird plötzlich in Frage gestellt. Ist das überhaupt Liebe? Eine narzisstische Anwandlung? Langeweile? Oder einfach nur die Angst, allein zu sein?
Je mehr Zou sich den Kopf zerbricht, desto unsicherer wird sie, und plötzlich geraten ihr Leben und ihre Träume ins Wanken. Verloren und gelangweilt macht sie sich auf die Suche nach ihrem Platz in einer scheinbar freien Gesellschaft, deren Lebenskonzepte durch Globalisierung und Social Media stark durcheinandergebracht wurden.

  • Regiekommentar

    Mit LE SOLEIL BRÛLE blicke ich auf das Leben einer jungen Antiheldin, die versucht, in den Dingen, die ihr widerfahren, einen Sinn zu sehen. Es ist ein Coming-of-Age-Film, der ungefiltert die Unsicherheit, Unvollkommenheit und Verwirrung einer ganzen Generation zeigt.
    Was bedeutet es heute, eine Frau zu sein? Welchen Stellenwert haben Lust und Sexualität? Wie bleibt man in einer Beziehung frei? Wie erfahren wir die Welt? Und wie fühlt es sich an, die „Fremde“ zu sein? All diese Themen wollte ich leicht berühren, ohne zu sehr den Fokus daraufzulegen oder Klischees zu bedienen.
    Der Schwerpunkt liegt nicht nur auf Zous „außergewöhnlichem“ Charakter, sondern auch auf ihrer besonderen Umgebung, ihren „Mitmenschen“ und ihren Gefühlen. Ich war daran interessiert, eine Wahrheit der Emotionen zu finden.
    Mein Ziel war es nicht, einen guten Film mit einem wendungsreichen „Plot“ zu produzieren, sondern eine Form des „Jetzts“ zu konservieren. Ich habe mir wilde Entscheidungen erlaubt. Daraus ist dieser Hybridfilm entstanden, der zwischen Fiktion, Playlist und Essay changiert.

Regisseurangaben

Joséphine Demerliac

Joséphine Demerliac - © ffmop

Joséphine Demerliac

Geboren 1992 in Paris. Sie ist Filmregisseurin, Drehbuchautorin, Produzentin, Editorin und Schauspielerin und lebt und arbeitet in Berlin. Mit 17 inszenierte sie ihr erstes Musical im Burgund. Nach einem Erasmusaufenthalt an der FU Berlin machte sie 2015 ihren Master an der Universität Sorbonne. 2017 wurde ihr Musikvideo „La Bombe“ für den Berlin Music Video Award nominiert. LE SOLEIL BRÛLE ist ihr Spielfilmdebüt.

Filmografie

2021
LE SOLEIL BRÛLE
Regie
Joséphine Demerliac
Buch
Joséphine Demerliac
Kamera
Jesse Mickle, Jan Klein, Eddy Schwartz
Montage
Joséphine Demerliac
Musik
JR Nash, Elliot Carey, Pierre Leveque, Gelbart, Zou u.a.
Ton
Alexander Krause, Aaron Ghantus, Nikolai Gostiukhin, Sebastian de la Luz, Takuro Sakamoto
Cast
Zou, Cecil von Renner, Dimitri Stapfer
Produzenten
Joséphine Demerliac
Altersfreigabe
FSK ab 6