LES NOUVELLES ÈVES
Regie: Camille Budin, Jela Hasler, Annie Gisler, Thaïs Odermatt, Wendy Pillonel, Anna Thommen | Schweiz 2021 | 80 Min. | Dt., Franz., Ital. mit dt. UT
50 Jahre nach der Einführung des Frauenstimmrechts in der Schweiz ist das Thema der Gleichberechtigung noch lange nicht ausdiskutiert. In dem kollektiven Dokumentarfilmprojekt tauchen sechs Filmemacherinnen in den Alltag von sechs Frauen aus unterschiedlichen Berufssparten ein und erforschen, was es heißt, in der heutigen Schweiz eine Frau zu sein.
Die pensionierte Valeria in Lugano jongliert mit ihrer knappen Rente und verliebt sich neu. Naima aus Südamerika kämpft sich als Mitarbeiterin in einer Kantine hoch zur Pflegefachfrau. Eine Professorin in Lausanne jongliert ihre Karriere und die Erziehung ihrer drei Kinder. Eine Opernsängerin in Zürich wird in ihrer Berufswelt mit stereotypen Genderrollen konfrontiert, während ihr Partner zu Hause den Haushalt der vierköpfigen Familie führt. In Genf nimmt eine Studentin sich die Freiheit, ihrer Sexualität non-binär nachzuspüren, und einer Schülerin begegnen in ihrem kindlichen Alltag stereotype Bilder, die sie hinterfragt.
Wechselnde Einblicke in das Leben dieser „Heldinnen des Alltags“ zeigen, wie sich die Protagonistinnen bewusst gegen Rollenzuschreibungen wehren und für ihre persönlichen Ziele – auch gegen gesellschaftliche Hindernisse – kämpfen.
Kinopremiere: Mo., 17.1.2022, 18 Uhr in allen neun Partnerkinos.
Tickets für die Kino-Vorstellungen bekommen Sie direkt hier.
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Regiekommentar
Der nationale Frauenstreik vom 14. Juni 2019 in der Schweiz war der Ausgangspunkt für unseren Film LES NOUVELLES ÈVES. Die Produzentinnen brachten eine Gruppe von sechs Schweizer Filmemacherinnen zusammen, um die Frage zu diskutieren: Warum wir auch 2019 noch für die grundlegendsten Gleichberechtigungen zwischen Männern und Frauen demonstrieren sollten? Schnell kristallisierte sich die Idee eines Dokumentarfilmprojekts heraus, bei dem jede der Regisseurinnen eine Frau treffen und diese in ihrem täglichen Leben filmen würde.
Während des Schnittprozesses war es faszinierend zu beobachten, dass dieser Chor von Frauen uns zu einer weiblichen Vision der Welt geführt hat, in der jede von ihnen konkrete Werte in sich trägt, die in unserer Gesellschaft wenig anerkannt sind: Fürsorge, Zuhören, Intuition, Beziehung zu anderen, mit Kraft und Entschlossenheit. Genau darin liegt die Botschaft des Films und dass es Zeit ist, diese Werte vollständig in unsere Gesellschaft zu integrieren.
Regie-Biographie
Camille Budin
Geboren 1979 in Paris. Seit 2004 lebt und arbeitet sie in Zürich. 2009 Master in Film an der Zürcher Hochschule der Künste. Regisseurin und Kamerafrau.
Filmografie
Jela Hasler
Sie studierte Fotografie in Zürich und Istanbul sowie Video in Luzern. Preisträgerin eines Atelierstipendiums des Kantons Zürich an der Cité Internationale des Arts Paris, sowie der Carte Blanche für den Trailer der Internationalen Kurzfilmtage Winterthur. Sie ist Alumna der ZFF Masterclass, des GIFF New Talent Screens und des FEST Training Grounds (Portugal) sowie Vorstandsmitglied von Pro Short, dem Verband Kurzfilm Schweiz, sowie Mitglied des Regieverbandes ARF/FDS.
Filmografie
Annie Gisler
Geboren 1983 in Basel. 2008 Bachelor of Arts in Fotografie an der Zürcher Hochschule der Künste. Von 2009 bis 2010 studierte sie Filmregie an der Escuela de Cine y Audiovisual de Madrid. 2013 Bachelor of Arts in Film an der Zürcher Hochschule der Künste. Regisseurin und Drehbuchautorin.
Filmografie
Thaïs Odermatt
Geboren 1980 in Stans, Schweiz. Sie arbeitete als Grundschullehrerin, ehe sie von 2005 bis 2009 Video an der Hochschule Luzern – Design und Kunst studierte. Seit 2014 Masterstudium an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf. 2021 Schweizer Filmpreis (Bester Abschlussfilm) für ihren Dokumentarfilm AMAZONEN EINER GROSSSTADT.
Filmografie
Wendy Pillonel
Geboren 1986 in Estavayer-le-Lac, Schweiz. 2010 Bachelor of Arts in Vermittlung in Kunst und Design von der Hochschule der Künste Bern. 2017 Master in Filmregie an der Zürcher Hochschule der Künste. 2019 Schweizer Filmpreis (Bester Abschlussfilm) für ihren Film LES HEURES-ENCRE.
Filmografie
Anna Thommen
Geboren 1980 in Arlesheim, Schweiz. Von 2002 bis 2004 arbeitete sie als Grundschullehrerin. 2013 Master in Filmregie an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK). Seit 2019 Dozentin in Film an der ZHdK. Ihr Film NEULAND lief 2014 im Wettbewerb Dokumentarfilm des Filmfestivals Max Ophüls Preis und erhielt eine lobende Erwähnung.