Die Preisträger:innen 2024

Das sind unsere diesjährigen Gewinner:innen in den unterschiedlichen Preiskategorien.

MAX OPHÜLS PREIS: BESTER SPIELFILM

ELECTRIC FIELDS - Kullmann / ffmop

ELECTRIC FIELDS - Kullmann / ffmop

ELECTRIC FIELDS - Kullmann / ffmop

ELECTRIC FIELDS

Regie: Lisa Gertsch (Schweiz 2024)

Jurybegründung: Mit traumwandlerisch sicherer Ästhetik und inszenatorischer Präzision schafft dieser Film eine zeitlose Welt: Ein magisches Universum voller Einzelgänger, Suchender und Liebender, in denen wir uns wiedererkennen und auf die er voller Zärtlichkeit und Humor blickt. Federleicht beobachtet er zwischenmenschliche Beziehungen mit Empathie und Sinn für Missverständnisse, Missgeschicke und die kleinen Gemeinheiten des Lebens. In einer tragisch-komischen, sehnsuchtsvollen Atmosphäre erzählt er überraschend und zauberhaft verspielt von Liebe und Vergänglichkeit, von Sehnsucht und Einsamkeit, vom Entstehen und Vergehen von Verbindungen, von Transzendenz, Natur und Tod. Dabei wird er zu einer Symphonie des Lebens selbst. Dieser Film findet die Komplexität im Einfachen, die Phantasie in der Wirklichkeit, die Kraft im Verlust und das Licht in der Dunkelheit. 


 

MAX OPHÜLS PREIS: BESTE REGIE – FILMPREIS DER SAARLÄNDISCHEN MINISTERPRÄSIDENTIN

ARTHUR UND DIANA - Norman Wong

ARTHUR UND DIANA - Norman Wong

ARTHUR UND DIANA - Norman Wong

ARTHUR & DIANA

Regie: Sara Summa (Deutschland 2023)

Jurybegründung: Mit einem feinen Blick auf die kleinste Einheit der Gesellschaft – die Familie – erzählt dieser Film von Bindungen und Beziehungen, von Nähe und Abschied, von Zusammenkommen und Loslassen. Eine Reise vom Suchen und Finden und dem Vertrauen in das, was schon da ist. Ein flirrender Sommerfilm, der Lebensfreude, Sehnsucht und Nostalgie atmet.
Dabei inszeniert die Regie mit der notwendigen Distanz und Selbstreflektion nicht nur ihre eigene Familie, sondern auch sich selbst ehrlich und emotional. Das Ergebnis sind mit Ironie und Humor gezeichnete Charaktere, die uns tief berühren. Wir dürfen Figuren dabei zusehen, wie sie sich aneinander abarbeiten, ohne sich zu verlieren. Dabei traut sich der Film Normalität und Harmonie zu erzählen, ohne Konflikte zu scheuen und die großen Fragen des Lebens zu verhandeln, mit einer atmosphärischen Visualität und einer klaren Handschrift, die subtil, stilsicher und bezaubernd authentisch ist und von einer großen Liebe zum Kino zeugt.


 

MAX OPHÜLS PREIS: FRITZ-RAFF-DREHBUCHPREIS

ELECTRIC FIELDS - Kullmann / ffmop

ELECTRIC FIELDS - Kullmann / ffmop

ELECTRIC FIELDS - Kullmann / ffmop

ELECTRIC FIELDS

Regie: Lisa Gertsch (Schweiz 2024)

Jurybegründung: Elektrische Felder halten hier alles zusammen: Nahbare Figuren, die Unerwartetes tun. Magie, die die Realität bricht. Tragik, die mit Komik tanzt. Das Buch und der Film lösen sich vom vermeintlichen Regelwerk der Welt, ohne uns jemals zu verlieren. Und es ist in seiner Schlichtheit reich.


 

MAX OPHÜLS PREIS FÜR DEN GESELLSCHAFTLICH RELEVANTEN FILM

GOOD NEWS - Kullmann / ffmop

GOOD NEWS - Kullmann / ffmop

GOOD NEWS - Kullmann / ffmop

GOOD NEWS

Regie: Hannes Schilling (Deutschland 2024)

Jurybegründung: Ein Feigling, ein Parasit, ein Hochstapler, ein Monster.
Schonungslos traut sich dieser Film, einen abgründigen, haltungslosen Menschen als Hauptfigur zu erzählen: Ein Mann, der Vertrauen und Gewaltlosigkeit predigt, aber für seine Karriere rücksichtslos Tod und Zerstörung in Kauf nimmt. Aus Scham und aus Angst, nicht zu reüssieren, nicht zu genügen und nicht Manns genug zu sein, hinterlässt er eine Spur der Verwüstung. Die Hölle, die sind hier nicht die anderen – die Hölle, die ist er selbst. Die Figuren werden vielschichtig und nuanciert gezeichnet, ohne sie zu bloßen Tätern oder Opfern zu degradieren. Dieser beklemmende Film trägt seine gesellschaftlich brennenden Themen nicht didaktisch vor sich her, sondern macht diese sinnlich erfahrbar. Hochspannend erzählt diese universelle Parabel von Ausbeutung und Wertelosigkeit, von Manipulation und Macht: zwischen Kontinenten, zwischen arm und reich, zwischen Menschen, zwischen Männern. Dabei lenkt sie den Blick auf unsere eigenen Abgründe und hält uns eiskalt den Spiegel vor.


 

MAX OPHÜLS PREIS: PREIS DER JUGENDJURY

GOTTESKINDER - Kullmann / ffmop

GOTTESKINDER - Kullmann / ffmop

GOTTESKINDER - Kullmann / ffmop

GOTTESKINDER

Regie: Frauke Lodders (Deutschland 2024)

Jurybegründung: Bin ich genug? Genug für wen? Wer bestimmt was genug ist? Unsere Gesellschaft? Meine Familie? Meine Freunde?
Die Frage, an welchem Punkt die eigene Identitätsfindung mit der Erziehung, Traditionen, und Werten kollidiert, wird in dem Film, welchen wir, die Jugendjury, ausgewählt haben, ausgiebig behandelt.
Eine herausragende Schauspielleistung, eindrucksvolle Farben und eine emotionelle Achterbahnfahrt fesselten die gesamte Dauer des Films den vollen Kinosaal.
Das Thema des besagten Films ist nicht nur wichtig, sondern auch in gleichem Maße sensibel.
Der Film GOTTESKINDER ist für uns ein Film, welcher aufgrund seiner vielseitigen Thematiken und der Darstellung eben dieser viel mehr Reichweite verdient hätte.
Herzlichen Glückwunsch!


 

MAX OPHÜLS PREIS: PREIS DER ÖKUMENISCHEN JURY

JENSEITS DER BLAUEN GRENZE - Kullmann / ffmop

JENSEITS DER BLAUEN GRENZE - Kullmann / ffmop

JENSEITS DER BLAUEN GRENZE - Kullmann / ffmop

JENSEITS DER BLAUEN GRENZE

Regie: Sarah Neumann (Deutschland 2024)

Jurybegründung: Die überwältigende Kraft liegt in der tiefgründigen Darstellung der aufopferungsvollen und selbstlosen Natur der Freundschaft. Die Hauptfigur steht an dem existenziellen Scheideweg ihres Lebens. Auf der einen Seite locken die sportliche Karriere und die Verbundenheit zur Familie und Heimat, während auf der anderen Seite Freiheit und tiefgreifende Freundschaft stehen. Diese dualistische Struktur spiegelt die Konflikte wider, denen Menschen immer wieder auf ihrer Lebensreise begegnen können. Die Zuschauenden geraten auf eine emotionale Achterbahnfahrt und werden Zeugen der inneren Kämpfe der tragenden Figuren.
Die subtile Inszenierung und die beeindruckende schauspielerische Leistung verleihen diesem Film eine einzigartige Intensität. Die Kameraführung, die Bildsprache und die Musik unterstreichen die inneren Konflikte und machen sie hautnah erlebbar. Es ist bemerkenswert, wie der Film es schafft, die verschiedenen Ebenen der menschlichen Existenz zu durchdringen und dabei gleichzeitig ein anspruchsvolles filmisches Niveau zu halten. Die Botschaft des Films ermutigt, wahre Freiheit in menschlichen Beziehungen und tiefer Freundschaft zu finden.

 


 

MAX OPHÜLS PREIS: PUBLIKUMSPREIS SPIELFILM

JENSEITS DER BLAUEN GRENZE - Kullmann / ffmop

JENSEITS DER BLAUEN GRENZE - Kullmann / ffmop

JENSEITS DER BLAUEN GRENZE - Kullmann / ffmop

JENSEITS DER BLAUEN GRENZE

Regie: Sarah Neumann (Deutschland 2024)

 


 

MAX OPHÜLS PREIS: BESTER SCHAUSPIELNACHWUCHS

Joshua Bader - Annemone Taake Math Agency

Joshua Bader - Annemone Taake Math Agency

Joshua Bader - Annemone Taake Math Agency

Joshua Bader für SÖDER

Regie: Raoul Bruck (Österreich 2024)

Jurybegründung: Augen auf bei der Berufswahl – in einigen Berufszweigen muss man wirklich gut improvisieren können, damit man seinen Aufgaben gerecht wird. Es ist gleichermaßen verstörend wie auch urkomisch, dem Schauspieler zuzuschauen, wie er als Internet-Nerd von einer Karriere als professioneller Auftragskiller träumt – obwohl er in Wirklichkeit bei seiner Oma wohnt und vermeintlich niemandem etwas zu Leide tun kann.
Der Schauspieler hat diese beiden konträren Facetten beeindruckend nuanciert und lustvoll herausgearbeitet, so dass wir ihm gebannt dabei zuschauen, wie sein erster Auftrag eine völlig absurde Wendung nimmt.


 

MAX OPHÜLS PREIS: BESTER SCHAUSPIELNACHWUCHS

Willi Geitmann - Kullmann / ffmop

Willi Geitmann - Kullmann / ffmop

Willi Geitmann - Kullmann / ffmop

Willi Geitmann für JENSEITS DER BLAUEN GRENZE

Regie: Sarah Neumann (Deutschland 2024)

Jurybegründung: Durch das intensive Schauspiel leidet man mit der Figur mit, deren beengtes Leben keinen Raum für eigene Ideen und Selbstverwirklichung lässt. Die innere Zerrissenheit zwischen tiefer Verbundenheit zu seinen engen Freund:innen, der Wut und der wachsenden Verzweiflung über das scheinbar unentrinnbare Schicksal, wird durch sein großartiges Spiel fast körperlich spürbar.
Der Schauspieler schafft es mit seiner facettenreichen Darstellung, die Zuschauenden in seinem emotionalen Ausnahmezustand so zu berühren und mitzunehmen, dass man ihm gebannt von Anfang an bis zum traurigen Schluss folgt.


 

MAX OPHÜLS PREIS: PREIS DER FILMKRITIK – BESTER SPIELFILM

ELECTRIC FIELDS - Kullmann / ffmop

ELECTRIC FIELDS - Kullmann / ffmop

ELECTRIC FIELDS - Kullmann / ffmop

ELECTRIC FIELDS

Regie: Lisa Gertsch (Schweiz 2024)

Jurybegründung: Wer immer schon einmal im Kino das Unerklärliche des Lebens, der Liebe und des Sterbens erforschen wollte, wird hier mit Raffinesse verführt und auf so wunderliche wie humorvolle Weise erhellt. Die Erzählgrenzen, die dieser originelle, selbstreflexive und gänzlich unprätentiöse Episodenfilm sich auferlegt, sind jenseits von Raum, Zeit und Konvention angelegt. Willkommen im ausschließlich der eigenen cinephilen Haltung verpflichteten Erzähluniversum von Lisa Gertsch, wir gratulieren ihr und ihrem Team zu einem erstaunlich reifen Erstlingswerk. Wir gratulieren zu ELECTRIC FIELDS.


 

MAX OPHÜLS PREIS: BESTER DOKUMENTARFILM

ECHOES FROM BORDERLAND - Frederick Seeberger

ECHOES FROM BORDERLAND - Frederick Seeberger

ECHOES FROM BORDERLAND - Frederick Seeberger

ECHOES FROM BORDERLAND

Regie: Lara Milena Brose (Deutschland 2023)

Jurybegründung: Ein Film mit starken ProtagonistInnen und einer mitreißenden Geschichte, der uns berührend und eindrücklich vor Augen führt, dass Europa seine Grenzen für geflüchtete Menschen verschließt und damit humanistische Werte missachtet und seine Verantwortung nicht wahrnimmt. Wie der Film von diesem großen Unrecht und Leid, aber auch von Sehnsucht und Hoffnung erzählt, hat uns mit seiner Nähe zu den Figuren, mit seiner szenischen Erzählweise, seiner präzisen Tongestaltung und seiner formalen und visuellen Eleganz stark beeindruckt.


 

MAX OPHÜLS PREIS: PUBLIKUMSPREIS DOKUMENTARFILM

DER WUNSCH - Kullmann / ffmop

DER WUNSCH - Kullmann / ffmop

DER WUNSCH - Kullmann / ffmop

DER WUNSCH

Regie: Judith Beuth (Deutschland 2024)

 


 

MAX OPHÜLS PREIS: BESTE MUSIK IN EINEM DOKUMENTARFILM

BERLIN UTOPIEKADAVER - Kullmann / ffmop

BERLIN UTOPIEKADAVER - Kullmann / ffmop

BERLIN UTOPIEKADAVER - Kullmann / ffmop

Johannes Blume + Markus Hossack für
BERLIN UTOPIEKADAVER

Regie: Johannes Blume (Deutschland 2024)

Jurybegründung: Um mit einem Songzitat aus dem Film zu beginnen: „Wir hatten unsere Zeit und die ist jetzt vorbei.“


 

MAX OPHÜLS PREIS: PREIS DER FILMKRITIK – BESTER DOKUMENTARFILM

EXILE NEVER ENDS - Kullmann / ffmop

EXILE NEVER ENDS - Kullmann / ffmop

EXILE NEVER ENDS - Kullmann / ffmop

EXILE NEVER ENDS

Regie: Bahar Bektas (Deutschland 2024)

Jurybegründung: Ein Film mit starken ProtagonistInnen und einer mitreißenden Geschichte, der uns berührend und eindrücklich vor Augen führt, dass Europa seine Grenzen für geflüchtete Menschen verschließt und damit humanistische Werte missachtet und seine Verantwortung nicht wahrnimmt. Wie der Film von diesem großen Unrecht und Leid, aber auch von Sehnsucht und Hoffnung erzählt, hat uns mit seiner Nähe zu den Figuren, mit seiner szenischen Erzählweise, seiner präzisen Tongestaltung und seiner formalen und visuellen Eleganz stark beeindruckt.


 

MAX OPHÜLS PREIS: BESTER MITTELLANGER FILM

LAND DER BERGE - Kullmann / ffmop

LAND DER BERGE - Kullmann / ffmop

LAND DER BERGE - Kullmann / ffmop

LAND DER BERGE

Regie: Olga Kosanovic (Deutschland 2023)

Jurybegründung: Dieser Film ist ein Geschenk. Er lächelt schief und schmerzt doch so schön.
Persönlich, politisch und von aktueller Relevanz, berührt er uns zutiefst. Wir lachen über die Absurdität der Situationen, bis wir die Tragweite des Dramas begreifen.
Drehbuch und Inszenierung sind fantastisch präzise. Trotz unvorhersehbarer Wendungen und Entscheidungen des Protagonisten, folgt die Geschichte immer einer inneren Logik und übernimmt die Verantwortung für alle Figuren. Die Regisseurin hat ein exzellentes Gespür für Besetzung bis in die kleinsten Nebenrollen und trifft geniale künstlerische Entscheidungen.
Der Existenzkampf eines Mannes, der gefangen in einem System kafkaesker Bürokratie, bereit ist, seine Gliedmaßen zu geben, um seiner Tochter die Selbstverständlichkeit des Alltags nicht nehmen zu müssen, reißt uns mit und lässt uns demütig werden.


 

MAX OPHÜLS PREIS: PUBLIKUMSPREIS MITTELLANGER FILM

LAND DER BERGE - Kullmann / ffmop

LAND DER BERGE - Kullmann / ffmop

LAND DER BERGE - Kullmann / ffmop

LAND DER BERGE

Regie: Olga Kosanovic (Österreich, Deutschland 2023)

 


 

MAX OPHÜLS PREIS: BESTER KURZFILM

DIE RÄUBERINNEN - Kullmann / ffmop

DIE RÄUBERINNEN - Kullmann / ffmop

DIE RÄUBERINNEN - Kullmann / ffmop

DIE RÄUBERINNEN

Regie: Isa Schieche (Österreich 2023)

Jurybegründung: Dieser Film ist Liebe pur. Unheimlich klug. Genial gespielt, punktgenau inszeniert.
Und vor allem eins: unfassbar lustig. Wir sehen drei Frauen als grandiose Clowns. Sie zaubern eine Schönheit und sinnliche Intimität auf die Leinwand, die uns umhaut.
Der Film erklärt nicht und klärt nicht auf, sondern sorgt für Verbindung und Verbündung.
Beglückt, berührt und begeistert verleihen wir den Max Ophüls Preis 2024 im Wettbewerb Kurzfilm an Isa Schieche und „Die Räuberinnen“!


 

MAX OPHÜLS PREIS: PUBLIKUMSPREIS KURZFILM

SYNCOPE - Kullmann / ffmop

SYNCOPE - Kullmann / ffmop

SYNCOPE - Kullmann / ffmop

SYNCOPE

Regie: Linus von Stumberg (Schweiz 2023)